Logbuch
TODESENGEL. TRAGISCH.
Nie habe ich was zu dem Bullerbü-Syndrom der Klima-Aktivisten gesagt. Mir liegt nichts daran, die Schülerkampagne mit dem Schwänzen am Freitag „wg. Klima“ zu diskreditieren. Obwohl deren Vernichtungsrhetorik („extinction“) irritiert. Ich bin halt anderer Meinung; habe aber in dem Alter dieser Kids auch manchen Unsinn vertreten. Allerdings auf einem anderen intellektuellen Niveau. Und, sorry, von anderer Moral.
Greta Thunberg inszeniert sich neuerdings als Antreiberin in Sachen Judenhass. Die gelernte Kinderheilige kommt aus der Pubertät und legt nach. Man solle Palästina befreien. Von wem? Mit einem Palästinenser Tuch geschmückt, fügt sie der Klima-Apokalypse eine kulturelle hinzu. Der Kulturbruch erscheint kategorisch. Man hörte auf ihrer Demo: Treibt sie vom Jordan ins Meer! Denn das ist in Wahrheit das islamistische Angebot an die Juden, deren Vertreibung, wenn nicht Vernichtung. Dafür gibt es Indizien.
Auf der Greta-Demo selbst wird ein Plakat hochgehalten, auf dem handschriftlich eine Forderung verzeichnet ist. Sie lautet: „Globalize Intifada!“ Damit ist die Katze aus dem Sack. Der islamistische Vernichtungskampf gegen Israel, die Intifada, soll in alle Welt getragen werden. Was im Nahen Osten als eine Art Dritte Intifada gerade an Massakern des Barbarischen entartet, soll global wirken. Wahrscheinlich „wg. Weltjudentum“, oder, Greta?
Das gnadenlos überschätzte Kind. Die hysterische Kinderheilige betätigt sich als apokalyptischer Todesengel. Irre. Tragisch.
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PRINZIPIEN.
Meine Prognose lag daneben. Ich hatte innenpolitisch eine SCHWARZGRÜNE Hegemonie kommen sehen; eine neue Strategie der Union, schon zu sehen in NRW, in Hessen und Schleswig-Holstein.
Die Grünen in Hessen hatten sich dafür auf das Servilste dienstbar gemacht und ihre wahren Gesinnungen weitgehend verborgen. Aber der hessische CDU-MP liebäugelt mit der Strategie seines Parteivorsitzenden Merz und will die Grünen als Feindbild, muss also mit den Sozen koalieren. Padautz, so geht Politik.
Da folgen die Hessen, die immer schon eine reaktionäre Note im Konservativen zu spielen wussten (siehe Alfred Dregger) jetzt dem Söderschen Empfinden, dem der Nazi-Bazi Aiwanger erträglich, um die Grünen ideologisch abwatschen zu können. Taktik über Strategie.
Diese Prinzipienlosigkeit ist das Merkelsche Gift, das nachwirkt. Das lässt sich auch nicht durch Exterritorialisierung lösen; so wie es Mussolinis Enkelin gerade mit Albanien vorführt. Zuwanderung ist kein Recht Dritter, seien es Personengruppen oder Schlepperbanden oder Geheimdienste feindlich gesinnter Staaten. Zuwanderung gewährt man nach Prinzipien, die man prüft, bevor sie erfolgt.
Es geht nicht ohne Leitkultur; wir müssen schon den Mut haben, uns da festzulegen. Wer diese Prinzipien nicht mitträgt, kann nicht zuwandern. Zum Beispiel, dass Frauen im Geltungsbereich der Menschenrechte leben, egal, was dieser oder jener Priester sagt. Wir haben hier keine Religionsfreiheit, sondern eine Freiheit von der Religion. Dies ist keine Theokratie.
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AUS DEM AUGENWINKEL.
Was liegt eigentlich zwischen einem „guten Freund“ (der bei Mädchen „beste Freundin“ heißt) und einem „entfernten Bekannten“, den man so gerade noch wiedererkennt? Wie nennt man diese eigenartige ferne Nähe auf der Mitte? Man sagt wohl „guter Bekannter“, ein seltsames Wort.
Gestern Abend treffe ich neben einigen alten Kolleginnen und Kollegen auch diesen einen Typen, mit dem ich mich immer verbunden gefühlt habe, aber nie in einem engen Sinne befreundet war. Es ist auch nicht so, dass wir ein Geheimnis zu teilen gehabt hätten, oder? Jedenfalls hatte ich im Geschäftlichen nichts mit ihm zu tun. Immer aber begrüßen wir uns mit einem festen Handschlag; erfreut, sich wiederzusehen.
Was uns in diesen Momenten verbindet, sie passieren in einem Vierteljahrhundert zuletzt höchstens einmal im Jahr, ist das AUGURENLÄCHELN. Unkomplizierter habe ich es nicht. Cato der Ältere wundert sich, warum zwei Auguren, wenn sie sich treffen, nicht lächeln. Nun, ich kann verraten, sie lächeln.
Es gab in der Antike den Beruf der Wahrsager durch das Betrachten der Eingeweide von Opfertieren und in der gleichen Profession die Jungs, denen dazu der Vogelflug reichte. Meint: Personen vom Fach, die sich einer Profession rühmten. Und wenn die sich ab und an aus dem Augenwinkel betrachteten, dann grinsten sie. Es ist so: AUGUREN lächeln, wenn sie sich treffen. Das ist die Verbundenheit der Geheimnisvollen, die voneinander wissen, dass sie gar kein Geheimnis haben. Das ist ihr Geheimnis.
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VERWIRRT.
Beim Mineralwasser schleppe ich ungern die dicke Berta von Glasflasche. Der ganze Kasten, ein Unding. Ich traue zudem dem Spülen vor der Wiederbefüllung nicht so recht. Aber ich soll Mehrweg, sagt der Zeitgeist. Wer auf Recycling auszuweichen sucht, wird regulativ schikaniert. Das ist das grüne Regime: Zwangsbeglückung. Dazu bedarf es eines starken Staates und eines grundsätzlichen Misstrauens in die Gesellschaft. Denn, sind wir ehrlich, die Gesellschaft, das sind ja auch nur irgendwelche Leute.
Nächtens lässt sich ein unbekanntes Geräusch vernehmen; man ist irritiert: Licht an, Ursachenforschung. Ich trinke gelegentlich Wasser, wie gesagt aus einer Plastikflasche, neuerdings mit einem angebundenen Drehverschluss, der sich bequem nicht wieder verschließen lässt, ein „tethered cap“ nach EU-Recht: ein echtes Scheißding. So entweicht, wenn nur halb verschlossen, die Kohlensäure und die PET-Flasche wird labberig. Wenn dann doch verschlossen, baut sich der innere Sprudeldruck langsam wieder auf und sie knallt in die alte Form zurück. Daher das Geräusch. Was für ein Schwachsinn.
Die ganze Nummer dient dem Klimaschutz, indem Flaschen nur noch im Beisein ihres Deckels recycelt werden können und der sich nicht allein an Stränden rumtreiben kann, wo er dann ins Wasser gerät und womöglich Wale tötet. Für eine Sekunde zur Sache: Kohlensäurehaltige Getränke sorgen durch den Innendruck für erhebliche Einsparungen im Verpackungsmaterial, weil sie dem dünnen Behältnis Stabilität geben. Darum sind hauchdünne Alu-Dosen immer ökologischer als dicke Bierpullen, auch im Einweg. Das aber übersteigt den grünen Sachverstand.
Ich will es trotzdem erklären. Wenn der Innendruck stimmt, kann das Behältnis schlank sein. Das ist wie mit Staat und Gesellschaft. Eine quirlige Gesellschaft kommt mit einem schlanken Staat zurecht. Es ist nämlich nicht die dicke Hülle, die Stabilität gibt, sondern der lebendige Inhalt. Das leuchtet aber jenen nicht ein, deren Denken im Autoritären steckt, den Diktatpolitikern. Darum die unbedingte Vorliebe für das Wiederbefüllen schlecht gespülter Glasflaschen, darum das Dosenpfand. Darum als Reaktion der allgemeine Frust an den Grünen.
Ich bin verwirrt. Jüngst will der Sprudel an die Wahlurne, die dicke Berta sagt aber, das geht nicht, weil sie nicht genug Papier für die Wahlzettel hat. Das stimmt zwar nicht, entspricht aber dem Willen der Diktatpolitik. Das könnte knallen. Oder schmeiße ich jetzt alles durcheinander?