Logbuch

Wer letztens dachte, schwächer als Hillary Clinton kann man in einem Wahlkampf gegen Donald Trump nicht sein, den wird Joe Biden jetzt unangenehm zu überraschen wissen.

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GARTENZWERGE.

Man sollte an ihrer Rehabilitierung arbeiten. Großartige Tradition. Entstammen der Montankultur; es sind historisch Bergleute. Sie tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht. Revolutionär gesinnt, wie an der roten Jakobiner Mütze unschwer zu erkennen. Haben als Hofzwerge schon früh in der PR gearbeitet. Werden wie alle Genies verkannt. Der Spießer hält sie für Spießer und ziert sich mit eigens erzeugten Verunstaltungen. Man gebe den Gartenzwergen ihre Ehre zurück. Die Nazis haben sie verboten; die werden schon gewusst haben, warum.

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Lese eine Historie der PEST & CHOLERA in Europa. Man wähnte die Seuchen aus Asien eingeschleppt, weshalb Reisende in Quarantäne kamen, 40 Tage. Hier ist der Nexus der Pässe; sie waren Gesundheitszeugnisse. Überhaupt war die Eindämmung ein paramilitärisches Unterfangen der Staaten. Mit aller Härte, sicher auch mit böser Ungerechtigkeit gegen jene, die in schlechten Lagen leben mussten. Zur epidemiologischen Frage kam die soziale. Insbesondere im calvinistischen Hamburg.

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NACHTGRÜN.

Wenn im Stau, ist ja Zeit, die Nachbarn zu betrachten. Ich meine deren Karossen. Dann fällt auf, dass der Spruch über die nächtlichen Katzen auch auf die Lackierungen zutrifft. Es sind mittlerweile alle Autos grau. Abweichungen ins Schwarze möglich, auch Silbertöne; aber eigentlich sind alle Schüsseln grau.

Man sieht es natürlich auch deutlicher, da der SUV-Kult dazu geführt hat, dass ganze Wandschränke bewegt werden. Mag der Wagen, insbesondere der Rennwagen, mal eine schlanke, gar phallische Form gehabt haben, so krabbeln heute zierlichste Frauen mit Entenschnäbeln in Blechburgen plumpester Anmutung. Da hat sich der XXL-Kult der Amis durchgesetzt, deren Pick-Ups ja zurecht „trucks“ heißen und eine proll-peinliche Übergröße durch die Landschaft bewegen. Langvergessen die Zeiten, als Autodesign aus Norditalien kam und Grazilität ein Kriterium wahr. Aber das ist, wie Kipling sagt, eine andere Geschichte.

Also Feuerwehr rot, Polizei blau, Bestatter schwarz, der Rest dunkelgrau. Aber dann ist es auch schon vorbei mit der Farbenlehre. Der Schweizer Psychologe Max Lüscher war ja der Meinung, dass man an der Farbpräferenz den Charakter erkennen könne. Weltweit ist daher weiß bei PKW die Farbe der Wahl. Das verstehe ich; es steht für Unschuld, das Blütenweiß. Nur hier im Mutterland der allgemeinen Mobilität („Volkswagen“) da verfällt man in die Depression des Einheitsgrau. Wenn hier wer gelb, ist er bei der Post. Die Braunen (pun intended) sind bei der AfD und nennen sich blau, was auch niemand mehr als Autolack wählt. Lediglich Babywäsche unterscheidet noch hellblau und rosa. Was die einer Samenspende und der doppelten Mietmutterschaft entstammenden Infanten, der letzte Schrei in der Nachwuchszüchtung, typischerweise tragen, weiß ich nicht.

Eigentlich gibt es nur eine angemessene Farbe. Klären wir es auf. Das ist ein sehr dunkler Grünton, das British Racing Green. Kriegen Sie aber bei keinem Hersteller. Jedenfalls nicht von der Stange. Schade eigentlich. Ich würde, hätte ich Geld zuviel, mir einen Phaeton mit großem Diesel und nachtgrünem Lack basteln lassen. So geht Auto.