Logbuch
Das Bundeskanzleramt erlaubt mir mittels Bundespresseamt und einer Agentur namens Florida in einem Filmchen, dass ich zur Bewältigung der Pandemie weiterhin auf der häuslichen Couch die FAULE SAU gebe. So stellt man sich das also vor. Voraussetzungslose Grunddummheit. Weiter kann man vom wirklichen Leben nicht entfernt sein. Wie viele SELBSTÄNDIGE kämpfen wir SELBST und STÄNDIG ums wirtschaftliche Überleben, wegen der Krise, trotz der Krise. Und die Herrschaften verarschen uns als freizeitorientierte Stubenhocker und Weltkriegsveteranen. Das kommt mich bitter an, to say the least.
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CORONA-CHAOS.
Was für ein Gewusel! Hier so, dort anders, morgen vielleicht wieder was neues. Der FÖDERALISMUS geht den Menschen auf den Keks. „Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wieder haben!“ Im Ernst: eine von der Vernunft gelenkte Demokratie würde mit der Pandemie doch viel besser fertig. Sagen wir, so etwas PRÄSIDIALES wie in Frankreich. Der PARTEIEN-STAAT kommt bei den Coronagegnern ohnehin eher schlecht an: zu viel Rumdiskutieren, Lavieren, faule Kompromisse in der Überzahl. Da sind die CHINESEN einfach überlegen. Sind sie ja eh; hier zerfällt EU und NATO und die bauen genau so was in Asien, nur größer. In China ist die Kommunistische Partei zwar nicht mehr kommunistisch, aber sie hat immer noch immer recht. Weil es sich bewährt hat; nicht für alle, aber für einige. Alle großen Reformen, zu denen es die Preußen gebracht haben, beruhten auf einer straffen Staatsräson. Geht ohne nicht. Ob im Bergrecht (Energiewirtschaft) oder Bildungswesen (Schulpflicht). So, und wenn dann klar ist, wer das Sagen hat, dann muss der nur noch tun, was richtig ist. Habe ich ja gesagt: eine von der Vernunft gelenkte Demokratie, jedenfalls Herrschaft. Und was ist unzweifelhaft richtig? Das wissen wir bei der Pandemie nicht so genau. Genau weiß ich nur, dass man dem Mob nicht das Sagen geben darf. Auf der Straße herrschen, je nachdem, wo man ist, im Zweifel Dummheit, Aberglauben und Rachsucht; schlechte Ratgeber. Wer also macht den Diktator weise? Donald Trump, Boris Johnson, Victor Orban, Vladimir Putin... Okay, kann ich mir das mit dem Scheiss-Föderalismus noch mal ansehen?
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MERKEL DÄMMERUNG.
Zwischen der Kanzlerin und ihren Ministerpräsidenten soll es erheblich geknirscht haben. Zeitenwende. Die ENTZAUBERUNG von MUTTI hat begonnen. Man bemerkt die wirkliche Erosion der Macht immer nur an der wachsenden Distanz der Freunde. Dass die rechten Ränder der Politik schon lange Merkelhasser waren, beweist nichts. Dass aber jetzt auch die alten Anhänger schmerzverzerrt das Gesicht verziehen, zeigt eine Wende. Die Entzauberung des Charismatischen ist eine Sinuskurve, einmal über den Scheitelpunkt geht es nur noch runter. Das werden wir nun an der Reaktanz auf die (alternativlose) Seuchenpolitik erleben. Die Leute werden die (alternativlose) Bevormundung leid. Merkel wird es ergehen wie KOHL, den sie einst stürzte. Oder wie SCHRÖDER, der den Respekt, den er eigentlich verdiente, nicht erhielt und nun auch noch trotzig verwirkt. Die wirkliche Rache kommt von den Enttäuschten; alte Verehrer, die der Frust geholt hat, sind bitter. Bitternis sucht Genugtuung in Rache. In der Sprache des Theaters: Frau Merkel hat den rechtzeitigen Abgang verpasst; jetzt wird es, sorry to say, hässlich. Mutti erlebt nun die Pubertät ihrer Kinder, die keine mehr sein wollen. In den Redaktionen sitzen die Edelfedern schon an den Nachrufen, wetten?
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AVOCADO.
Sind die „Klimakleba“ bei Verstand oder ist diese Nötigung der Bürger ein Akt eklatanter Doppelmoral? Es gibt einen neuen Druck der Straße, nämlich den der Straßensperrung. Aus edlen Motiven. Ich respektiere diese Respektlosigkeit; dies ist ein freies Land.
Die südamerikanische Birne namens Avocado (in der Sprache der Nativen wegen der optischen Ähnlichkeit das Wort für „Hoden“) sorgt für Empörung, weil sie nach wasserintensiver Zucht aus Chile mit dem Flieger kommt, bevor die grüne Aktivistin sie vom Supermarkt mit ihrem Diesel-PKW nach Hause fährt und aus der Einwegpackung löst. Dazu trinkt sie Tee aus Vietnam. So jetzt geschehen in England, sagen SUN und TIMES. Über das Pharisäertum.
Wo beginnen wir? Als Pharisäer gelten uns Christen nach der Maßgabe der Bibel besonders engstirnige Juden, mit denen sich Jesus gestritten hat. Sie gelten als SCHEINHEILIG. Nun, ich schließe nicht aus, dass der Nazarener selbst einer der ihren war. Aber gut, reden wir über die SCHEINHEILIGEN der Klima-Aktivisten, die zum Widerstand gegen unsere Ausrottung durch den Klimawandel aufrufen. Kleiner als „Ausrottung“ haben sie es nicht.
Die rechtspopulistische Boulevardpresse hat in England eine der Gründerinnen beim Avocado-Kauf erwischt. Ich mag diese grüne Schmiere aus der chilenischen Butterbirne eh nicht. Das gilt aber als vegan, Butterersatz für Grüne, mag sein. Ein Kollege dieser Freundin der Hodenfrucht in England, auch einer der Gründungsväter, hat auch hierzulande erklärt, dass der Holocaust zu vernachlässigen sei, verglichen mit den Folgen des Klimawandels. Nun, das ist nicht mehr beiläufig und kein Pharisäerstreit.
Man mag das Mittel der Nötigung als einen probaten Weg der politischen Überzeugungsarbeit empfinden, die Avocado-Esser nennen es „zivilen Ungehorsam“, wenn sie uns die Bewegungsfreiheit nehmen. Und die gute Butter durch das vegane Mus der Hodenfrucht ersetzen. Aber über die Verharmlosung von Völkermord verhandeln wir nicht, schon gar nicht als Deutsche über den an den Juden Europas.
Die Freunde der grünen Schmiere haben politisch eine offene Flanke in den Faschismus; ganz ähnlich wie die Verqueren aus der Querdenker-Szene. Ich selbst habe eh nichts gegen Diesel-Fahrer und Fans der guten Butter aus Kuhmilch. Ich nehme auch noch die Ausweitung der Demonstrationsfreiheit in die Nötigung hin.
Solange das Grüne nicht braun wird. Diese Grenze wird aber gerade überschritten: das geht nicht.