Logbuch
Gauck hatte den Farbfilm vergessen
Pathos, das ist irgendwie nicht mein Ding. Als der französische Präsident Francois Hollande den deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck im Elsass ans Händchen nahm, ging mir das nicht glatt durch den Hals. Zugegeben, es war nicht so peinlich wie weiland das Händchenhalten des Pfälzer Trumms Helmut Kohl mit dem eher schmächtigen Francois Mitterand. Aber irgendwie haben wir die Fähigkeit zu großen pathetischen Gesten verloren. Typisch für ein Land, das sich nicht mal hat durchgängig darüber freuen können, dass am deutschen Wesen zumindest die Fußballwelt genesen soll. Das Hurra über „….schland“ war nicht immer ein Spiel. Und schon gar nicht ein Sieg.
Vor hundert Jahren hat das Deutsche Reich den Franzosen den Krieg erklärt und einen Kontinent in den Abgrund gestürzt. Wessen Alleinschuld auch immer: Mein Großvater zog in den Schützengraben, weil er glaubte, dies sei seine Pflicht als Deutscher. Es ging 14/18 gegen den Erbfeind. Die demagogische Erfindung des Erbfeindes durch eine nationalistische Politik erspart aktuelle Begründungen für Kriegshandlungen. Sie erklärt den Hass zum hinreichenden Grund für den Hass. Damals wie heute. Man schaue in den Nahen Osten oder die Ukraine. Mein Großvater hat das Abenteuer überlebt, sonst wär ich nicht da. Meine Familie schüttelt heute den Kopf über den Gang der Geschichte.
Ich sitze mit meinem Vater im Garten von Schloss Hugenpoet und wir genießen den Sommer. Der alte Herr ist über neunzig und hat ein weiteres Abenteuer überlebt. Er erzählt vom Beginn des Zweiten Weltkrieges. Es sei ein Tag wie dieser gewesen, als sein Vater und dessen Bruder, beide heimgekehrte Kriegsteilnehmer, in den Himmel geschaut hätten, wo die Bomber in Richtung Frankreich flogen. Seine Altvorderen hätten sich gefreut. Jetzt, so war ihre Hoffnung nach der Schmach des verlorenen Krieges, jetzt zeigen wir es dem Franzmann aber. Die Luftwaffe der Herren Hitler und Göring sollte es richten. Mein Vater schüttelt den Kopf über diesen Irrsinn und sagt uns, den Nachgeborenen: Es war ein schöner Sommertag wie dieser.
Teile meiner Familie sind mit Hurra in den Ersten Weltkrieg gezogen und das Pathos hielt für einen meiner Onkel, auch angesichts seiner Arbeitslosigkeit, noch an, andere mussten in die Uniform gezwungen werden, weitere Generationen haben den Kriegsdienst gänzlich verweigert und zeigen nunmehr eine Allergie gegen nationales Pathos. Das Elsass, mal französisch, mal deutsch, ist eine gute Region zur Dokumentation des Wechselgangs der Geschichte. Die verbrüderten Staatspräsidenten sprechen sich gegen „übersteigerten Nationalismus“ aus und halten Händchen. Auch das geht mir nur schlecht durch den Hals. Es ist eine selbstbewahrheitende Formulierung. Das Problem ist nicht der übertriebene Nationalismus, sondern der Nationalismus.
Die Nation ist eine demagogische Konstruktion, in der sich ein Staat eine konstruierte Identität der historischen Überlegenheit gibt. Was eigentlich nur ein Vertragswerk ist, mit den eigenen Bürgern wie den Nachbarn, wird umgelogen in eine ethnische oder kulturelle Identität, die, wie alle Ressentiments, stimmt und auch wieder nicht. Identität wird zur Superiorität, Menschen zu Herrenmenschen. Der politisch entscheidende Punkt liegt nicht in den sprachlichen oder rassischen Wurzeln, die mögen einlinig oder vielfältig sein. Die Nation ist dort ein Kampfbegriff, wo sie ihre Identität über die anderer Staaten stellt. Das ist der böse Klang, den die Parole „Deutschland, Deutschland, über alles, über alles in der Welt“ erhalten hat.
Deshalb sehen wir mit einer inneren Distanz, wie der deutsche Präsident Händchen hält und anschließend klug spricht, und konzentrieren uns auf die Sonnenbrille, die der Pfarrer aus dem Osten dabei peinlicherweise trägt. Sagt die Blonde am Tisch: „Er hat wieder den Farbfilm vergessen.“ Schloss Hugenpoet ist eine Wehrburg aus der Zeit Karls des Großen, eines deutsch-französischen Kaisers. Sie wurde mit Wassergräben umfriedet. Der Trutzcharakter der Anlage zeugt davon, dass es keine friedlichen Zeiten waren, in der man solche Pfalzen errichten musste, um sich seines Lebens sicher zu sein. Wir trinken einen Elsässer Riesling zum Essen und blinzeln in die Sonne. Im Wassergraben schwimmt träge ein riesiger Fisch, den sie Koi nennen.
Fragt mein alter Herr: „Und, sind die Engländer klüger als wir?“ Ich antworte als einer, der die „reeducation“ verinnerlicht hat: Einst ja, jetzt nicht mehr. Weil wir klüger geworden sind. Und im Englischen ist „pathetic“ heute ein Schimpfwort. Man sagt es mit tiefer Abscheu über Leute, die eine Welle machen. Weil man vermutet, dass hinter den großen Gesten niedere Motive lauern. Klug. Man kann Patriot sein, ohne dem Nationalismus anheimzufallen.
Quelle: starke-meinungen.de
Logbuch
BILD Dir Deine Meinung: Kein Judenhass
Man kann froh sein, dass der Springer Verlag vor den Gefahren des Antisemitismus geschützt ist. Das hat auch historische Gründe. Der Gründungsverleger ließ in der Nachkriegszeit seine Berater einen Kanon festlegen, dem sein verlegerisches Imperium unterworfen sein sollte. Und dazu gehörte für ihn, dass die judenfeindlichen Gesinnungen, die in den Vorurteilen der Menschen schlummern, nicht mehr politisch zum Tragen kommen sollten. Gut so.
Allerdings kam der Grundsatz damals aus der Feder eines alten Nazis, der sein Vertrauen genoss, übrigens ebenso wie jüdische Köpfe, die die eigenartige Melange in Axel Cäsars Freundeskreis offenbar zu ertragen wussten. Wie man das wissen kann? Nun, die Formulierung ist verräterisch. Man befürworte, heißt es dort, das Existenzrecht des jüdischen Volkes. Ups, „des Volkes“?
Das Existenzrecht eines Volkes kann nur befürworten, wer auch das Gegenteil denken kann: den Völkermord, die sogenannte Endlösung. Was der umlackierte Nazis sagen wollte, betrifft das Exsitenzrecht des jüdischen Staates, also von Israel. Das ist eine Nachricht, das ist ein Bekenntnis. Die verunglückte Formulierung sagt lediglich Selbstverständliches. Für jedes Volk, jede Religion.
Das Existenzrecht eines Menschen wie eines Volkes kann man weder befürworten noch bestreiten. Es geht also um die staatliche Identität Israels. Dass dies eine Nachricht ist, hängt mit der Gründungssituation des Staates Israel zusammen. Und natürlich mit der Geschichte dieses Volkes. Jedenfalls gehört die Existenzberechtigung Israels, Merkel hat es betont, zur Staatsräson Deutschlands.
Eine notwendige Unterscheidung besteht zur jeweiligen Außen- und Sicherheitspolitik der jeweiligen Regierung dieses Staates. Im Unterscheid zu vielen, wenn nicht allen Nachbarstaaten ist Israel unstrittig eine Demokratie, womit man von einer demokratisch legitimierten Politik reden kann, aber eben auch von einer Politik, die sich selbst nicht als alternativlos versteht.
Von einem Staat kann man reden, wenn seine Bürger sein Gewaltmonopol akzeptieren und seine Nachbarn die Integrität der Grenzen. Hierzu gilt der Umkehrschluss: Man wird die Grenzen seiner Nachbarn akzeptieren müssen. Ob die sogenannte Siedlungspolitik Israels dem entspricht, weiß ich nicht zu sagen. Vieles von dem, was ich an islamistischer Propaganda zur territorialen Frage höre, ist gänzlich unakzeptabel; eigentlich alles.
Ob die Palästinenser ein Staatsvolk sind, dem die staatliche Souveränität verweigert wird, weiß ich auch nicht zu sagen. Sowohl bei den Palästinensern wie bei den Kurden scheint diese Frage von einer erheblichen Komplexität. Man wird das ergründen können, denke ich, aber aus dem Bauch weiß ich es nicht zu sagen. Die Vernichtunsrhetorik der Islamisten bedarf keiner Würdigung. Das verbiete sich von selbst: siehe oben.
Überflüssig zu sagen, dass wir keiner Religion gewähren, die Menschen zum Brudermord aufzustacheln; nicht mal zum Mord an dem Ungläubigen. Wir hören Unsägliches von fanatischen Moslems. Wir hören schwerverdauliches von Parteien und Politikern in Israel. Selbst Regierungsmitglieder nehmen Positionen ein, die sich mit meinem europäischen Verständnis eines aufgeklärten freiheitlichen Staates nicht vertragen. Würde ich solche Töne in meinem Vaterland hören, würde ich noch deutlicher.
Völlig im Unklaren bin ich mir über Israel als jüdischen Staat einer sogenannten Einstaatenlösung, wenn das bedeutet, dass die nicht-jüdischen Bevölkerungsteile, die dann möglicherweise in der Mehrheit wären, nur eingeschränkte Rechte genössen. Aber man redet wohl noch über das Zweistaatenmodell, das schwierig genug ist in einer Anrainerwelt der Gottesstaaten islamistischer Prägung.
Ob Israel gegenwärtig einen Angriffskrieg führt oder zu einer Verteidigung gezwungen wurde und ob diese Verteidigung angemessen ist, das weiß ich auch nicht so recht zu sagen. Meine Unkenntnis ist erheblich. Warum melde ich mich trotzdem zu Wort? Weil mir an den Unterschieden liegt. Das Existenzrecht von Juden oder der israelischen Bevölkerung jüdischer Kultur und des Staates Israel sind etwas anderes als die Frage, ob eine Außen- und Sicherheitspolitik klug ist.
Wenn man das gesagt hat, kräuseln sich aber schon die Stirnen der Kombattanden. Man ist nur noch wenige Sätze von einer Zuordnung entfernt, die den zweifelnden Betrachter dämonisiert und ihn im Freund-Feind-Verhältnis der Vernichtung durch eine der beiden Seiten anheimstellt. Was also ist das Thema? Menschen, Religionen, Migrationen, Kulturen, Klassen, Parteien, Staatsorgane, Politiken, Hegemonialmächte, Nationen, Bündnispartner? Jedenfalls nicht vermeintliche Herrenrassen oder ebensolche Religionen und deren vermeintliche Überlegenheit.
Es bleibt ein unpolitischer Wunsch: Mögen die Waffen schweigen. Jeder Krieg ist ein Verbrechen an den Menschen, vielleicht ein staatspolitisch unvermeidliches Verbrechen, aber immer ein Verbrechen.
Quelle: starke-meinungen.de
Logbuch
So gehn die Feinde – die Feinde gehn so
Die Nachrichten dieser Tage erinnern mich an das Brecht-Wort: „Der Mensch, die Krone der Schöpfung, das Schwein.“ Ich sehe und höre Dinge aus dem Nahen Osten, aus der Ukraine, die das Menschenbild verändern können. Es vergällt mir ein wenig die Freude darüber, dass wir jetzt Weltmeister sind. Ja, ich gehöre zu den Miesepetern und Moraltussen, die zu anhaltendem Jubel über die Niederlage der anderen nicht so recht geschaffen sind. Als Deutscher sieht man eine halbe Million alkoholisierter Fans unter der Siegessäule nicht ungebrochen. Früher war mehr Lametta bei Massenaufmärschen. Ja, die deutsche Krankheit: Nachdenklichkeit.
Der Regierungschef der Ukraine nennt die russischen Separatisten in seinem Land wortwörtlich eine Horde „betrunkener Gorillas“. Diese will er von regulären Streitkräften seines Staates (na ja) und solchen Russlands (vorausgesetzt, diesmal in Uniform und nicht als Guerillas getarnt) unterschieden wissen. Das ist ein Schema der Demarkation von Freund und Feind: Man selbst pflegt nüchtern den aufrechten Gang, die anderen sind besoffene Primaten. Das ist ein ethnologischer Archetyp.
Eine englische Freundin berichtet mir von einer amerikanischen Journalistin, die sich ex Israel über die Freudentänze israelischer Soldaten erregt hat, die diese angeblich in ihrer Anwesenheit aufgeführt haben, als ihre Raketen in die Wohnhäuser (vulgo: Hamas-Quartiere) im Gaza-Streifen eingeschlagen sind. Man ahmte, wird mir berichtet, den Gang der fliehenden Zivilbevölkerung nach, während man die Ray-Ban-Brille richtete. Die Journalistin twitterte dazu und ist nun geliefert.
Ich werde hier nicht richten über die strategische Intelligenz der israelischen Verteidigungspolitik, über den strategischen Wahnsinn des Hamas-Terrors, über die russische Guerilla in der Ost-Ukraine, über die Integrität der Herren in der West-Ukraine, über was auch immer, das so komplex ist, dass mir der Atem stockt. Man wird allerdings schnell sagen müssen, dass der Abschuss von dreihundert Zivilisten in einem Urlaubsflieger ein Verbrechen ist. So wie jeder Angriffskrieg ein animalisches Verbrechen ist.
Ich will über die Tänze reden, mit denen man den Gang der Paviane parodiert oder den der Gorillas oder den der Palästinenser. Das Thema sind Identitätsrituale im Nationalismus und Rassismus. Das hat nichts mit der Fußballweltmeisterschaft zu tun. Rein gar nichts. Es geht also nicht mehr um die argentinischen „gaudérios“ (Nichtsnutze) und das friedliche Spiel einer Weltmeisterschaft. Hierzu ist alles gesagt, die „Jungs“ sind allenthalben entschuldigt worden. Und es war ja bestenfalls ein missverständliches Ritual in der Hauptstadt zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule zum aufrechten Gang „des Deutschen“. Fehltritte bei ausgelassenen Feiern sind immer verzeihlich. Worüber aber haben sich die Miesepeter und Moraltussen trotzdem aufgeregt?
Die Erregung galt der Symbolik des Triumphes der aufrechten Herrenmenschen über die schlendernden Affen. Es gibt da eine kulturhistorische Tiergeschichte. Krone der Schöpfung. Als das calvinistische England des 16.Jahrhunderts sich gegen die Vorherrschaft des katholischen Spaniens wehren wollte, sah man sich mit dem Rücken vor der Wand angesichts einer „reißenden Meute von Bluthunden“. Klar, dass man diese Meute in der See versenken musste. In der Staatslehre dieser Zeit wurde davor gewarnt, dass der Mensch des Menschen Wolf sei. Vor diesem Raubtierleben sollte der moderne Staat, die Aufklärung, der Humanismus, schützen.
An die Stelle von Krieg sollte Wettbewerb treten. Hier entsteht historisch der Sport als Fairplay. Und das Bewusstsein wächst, dass Fouls vorkommen, aber zu ahnden sind. Man respektiert sich als Gegner. Beide Seiten gehen auch nach dem Sieg der einen über die andere einen aufrechten Gang. Das ist die ganze Philosophie: aus Feinden, die sich vernichten wollen, werden Gegner, die fair kämpfen. Politik ist seit der Aufklärung der Wettbewerb von Gegnern, und nicht ein Vernichtungsritual von Freund und Feind. Der Mensch sollte nicht mehr des Menschen Wolf sein. Und deshalb sind die Miesepeter und Moraltussen irritiert, wenn sie im Sportteil der Zeitung lesen, dass jetzt „Bastian Schweinsteiger der neue Leitwolf“ sein soll. Der deutschen Krankheit fehlt da der Humor.
Quelle: starke-meinungen.de
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Schattenkabinett: weil der Wähler es will, kriegt er es nicht
Wir haben wieder, was die Wahlforschung ein „horse race“ nennt. Die Bundestagswahl steht an, und ein Patt zeichnet sich ab. Die Demoskopen wollen jetzt schon wissen: Gegen den Regierungsblock Schwarz-Gelb mit 45% steht die Opposition Rot-Grün mit ebenfalls 45%. Rechnet man die Links-Partei als möglichen Tolerierer eines linken Bündnisses hinzu, kommt die Opposition rechnerisch auf 50%. Und über Merkel hängt das Damoklesschwert der Fünf-Prozent-Hürde für die schwächelnde FDP.
Das hat zwei Botschaften an jene Wesen, die die Politik „die Menschen draußen im Land“ nennt. Erstens: Es wird eng; jede Stimme zählt. Die Wahlbeteiligung wird zum entscheidenden Faktor. Zweitens: Das Ende von Merkel ist nah. Es könnte sich bei aller Popularität der vagen Lady herausstellen, dass der Wähler, dieses launische Kind, Mutti leid ist. Genau aus dieser Stimmung heraus hat Gerd Schröder den angeblich unbesiegbaren Helmut Kohl ablösen können. So ist auch Lady Thatcher gegangen worden.
Wer aber wird dann Kanzler? Und wer Finanzminister? Wer kümmert sich um das neue Energieministerium, etwa ein grüner Spinner? Wer darf uns im Ausland blamieren, oder eben nicht? Fragen über Fragen, die der Wähler in unserem Land zwar stellen darf. Aber er kriegt keine Antwort. Weil die Posten im neuen Kabinett nach der Wahl in den Hinterzimmern der Politik zwischen der Parteien ausgekaspert werden. Dabei muss Sachverstand nicht stören, im Kern geht es aber um Interessenklüngel und den altbekannten Kuhhandel.
Das unwürdige Schauspiel erhöht den Handlungsspielraum der Politiker, es erschwert aber die Wahl. Es ist demokratiefeindlich. Der Wähler sollte es nicht länger tolerieren. Die Opposition könnte schon heute ein Schattenkabinett aufstellen. Klare Kante, das wird doch immer wieder versprochen. Die Botschaft könnte lauten: Dies sind die Gesichter, die nach der Wahl für die jeweilige Politik stehen. Auch die Debatten würden einfacher: Jedes Regierungsmitglied hätte einen geborenen Gegner in der Opposition. Da könnte man ein Gefühl bekommen, ob die Kandidaten ihr Thema beherrschen.
Warum wird das Verlangen nach einem Schattenkabinett nicht erfüllt werden? Weil es eine klare Strategie voraussetzt. Und damit wären eine ganze Reihe von Erkenntnissen unumgänglich. Etwa die, dass Peer Steinbrück ganz offensichtlich Kanzler nicht kann. Dass Sigmar Gabriel es machen muss. Und die, dass der Wähler im Energieministerium keinen grünen Spinner sehen will. Und dass man auf den Stuhl von Ludwig Erhard niemanden setzt, der auf einem Feldbett im Büro pennt. Oder dass Jürgen Trittin in der Folge von Joschka Fischer ein ganz passabler Außenminister wäre. Oder eben nicht.
Quelle: starke-meinungen.de