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COMMON DISEASE.

Wer richtig Geld verdienen will und ruhig schlafen, der lerne VOLKSKRANKHEITEN zu heilen. Das habe ich gerade einem Start Up zu erklären versucht und bin gescheitert. Das war denen nicht sexy genug.

Die neue Volkskrankheit mag Corona sein, mich interessiert mehr DIABETES. Daran sind weltweit 400 Millionen Menschen erkrankt und jedes Jahr tragen 4 Millionen Totenscheine diese Diagnose. Davor steht zu sehr hohen Kosten eine ganze Serie ernsthafter Erkrankungen, von denen das amputierte Bein oder die Erblindung nur die sichtbarsten sind. Pun intended.

Es geht um den Steuerstoff Insulin, den die Bauchspeicheldrüse erzeugt oder eben nicht oder in zu geringem Maße. In der Antike die Honigkrankheit, weil der Urin so riecht. Seit Ende der siebziger Jahre kann man menschliches Insulin synthetisch erzeugen. Den Markt teilen sich Eli Lilly, Novo Nordisk und Sanofi. Wohlgemerkt einen Markt der CHRONISCHEN. Die Marketing-Logik der Junkies ist es, dass sie nicht ständig aufwendig angeworben werden müssen, sondern die Treue der Sucht üben. Pusher Biz.

Und Wall Street Gold. Jetzt kommt die eigentliche Geschichte: Die Preise gehen durch die Decke. Mag eine einzelne Verschreibung des schnell wirkenden Insulins 1999 noch $20 in den USA gekostet haben, so sind es heute $275 bis $350. Das ist eine Steigerung um mehr als 1500%. Das Oligopol käscht den Markt aus. Man multipliziere 400 Millionen mit bis zu 365 Tagen und bis zu $35O. Das für die Droge, wenn die Dinge wie in den USA laufen. Die zu ersparenden Gesundheitskosten gehen zusätzlich in die Abermilliarden.

In Deutschland gibt es 10 Millionen Diabetes-Erkrankte, von denen 8,5 diagnostiziert sind; der Rest hat die Erkenntnis noch vor sich. COMMON DISEASES sind ein Thema. Keine Pointe.

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GRÜNE DOPPELMORAL.

Mit unseren Steuern und Gebühren führt das grüne Regime ein Luxusleben, schamvoll versteckt bis dreist vorgeführt. Eine neue grüne Bourgeoise mit dem Geld anderer Leute. Ekelhaft.

Die Berliner Senatorin für Mobilität und Klima, eine Frau Bettina Jarasch, lässt sich bei einem REGIERUNGS-PR-Termin auf dem Fahrrad fotografieren. Eine Propaganda-Aktion. Angereist ist sie im Auto, einem Ami-Schlitten der Marke Tesla. Und dann für die Presse kurz aufs Rad gestiegen. Selbstverteidigung: Nur mit dem Auto schafft sie alle Termine.

Das passiert in Berlin, wo ihre Partei den Autobahnbau verhindert und PKWs verdammt, weil es ÖPNV gebe und das Lastenrad als Heilsgefährt gilt. Die notorische Doppelmoral der politischen Klasse. Man ist empört. Die DOPPELMORAL DER GRÜNEN setzt aber noch eins drauf, was bisher unkommentiert blieb. Wasser predigen und Wein saufen, die Zweite.

Die Dame fährt nicht nur mit dem Auto zum Rad-PR-Termin. Sie lässt sich fahren. Der Tesla wird von einem staatsdienenden Chauffeur bewegt. Das grüne Vorbild sitzt in Fonds. Bourgeoiser geht es nicht. Ich war im Vorstand eines PKW-Produzenten, als der damals agierende Enkel des Gründers diesen Habitus abschaffte. Auch als Vorstandsvorsitzender saß man selbst hinter dem Steuer. Das Chauffeurswesen war verpönt. Es galt selbst dem großen alten Mann als dekadent.

Aber so ist sie, die grün gestimmte Klasse an der Macht und in den Medien. Der Gatte der Chauffierten ist Hierarche beim Sender RBB, wo die gerade geschasste Intendantin zwei Fahrer hatte und ihr Gatte sich von diesen zu seinen privat honorierten Terminen fahren ließ. Das war Betrug, wie anderes auch. Stichwort London-Reise. Korrupt bis auf die Knochen.

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DIE GELBE GEFAHR.

Mein Großvater mütterlicherseits war von tiefgründigem Humor. Er pflegte gelegentlich das Liedgut der KPD aus seiner Jugend, und zwar auch noch, als die Braunen, wie er zu sagen pflegte, schon herrschten. Trotzdem stimmte er an: „Der Rosa Luxemburg haben wir‘s geschworen…“ Seine Gattin darauf: „Eines Tages werden sie auch Dich noch holen.“ Er hatte Glück. Eine andere seiner Provokationen war die stete Warnung vor der GELBEN GEFAHR. Der Geier weiß, wo er das herhatte. Und er meinte als Tiefroter nicht die heutigen Gelben von der FDP.

Mein Opa Heini, lebte er noch, hätte die anstehenden Vorgänge in Hamburg sicher ironisch kommentiert. Ich rede davon, dass der Hamburger Hafen von der Viktualienschwester, die ihn leitet, jetzt an die chinesische KP vertickt werden soll. Was einer Strategie Chinas entspricht, das sich weltweit Häfen zusammenkauft. Duisburg Ruhrort gehört ihnen schon. Das ist der weltweit größte Binnenhafen, jedenfalls an der Ruhr. ARA ist eine Lachtablette dagegen. Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen. Und die sind nicht mal binnen.

Dass der chinesische Imperialismus das Konzept der historischen HANSE geklaut hat, haben wir gestern hier schon abgehandelt. CULTURAL APPROPRIATION. Ein echter Skandal. Die Viktualienschwestern an der Alster unterschätzen, wie weit das gehen wird. Zum Herzstück des Hanseatischen gehört die Herbertstraße auf der Reeperbahn. Dort geht man essenstechnisch ins Cuneo, das ist der Italiener an der Ecke zur Herbertstraße, ein Pflichtort des angetrunkenen SPIEGEL-Redakteurs. Nun, die Leuchtreklame wird gerade ausgetauscht. Das Restaurant heißt jetzt GREAT WALL und man isst mit Stäbchen.

So ist er der chinesische Hanseat: Sich selbst schützt er durch dicke Mauern, aber bei uns will er im Containerterminal Ansagen machen. Und Haifischflossensuppen löffeln. Mit Stäbchen. Wie gut, dass wir als GOTTHILF da von der FDP die gelbe Bellizistin namens Agnes haben, die auf die Reinheit der Kultur achtet und vor dem Chinamann warnt.

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DER GEGNER IST NICHT DAS PROBLEM.

Ich weiß nicht, ob man sich an Bill Clinton erinnert, der Amerikanische Präsident, der zwei Amtszeiten gemacht hat. Vielleicht eher an seine Gattin Hillary, die von sich meinte, es auch zu können, weil sie schon immer der geniale Teil der Ehe gewesen sei, und krachend scheiterte. Man hat hier in Europa gar nicht nachempfunden, wie unbeliebt Hillary Clinton und ihre Demokratische Partei waren, als sie gegen Donald Trump und seine Republikanische Partei antraten. Und ihm, dem Unsäglichen ins Amt verhalfen. Aber ich schiesse mich nicht auf Hillary ein, so wie es Dick Morris getan hat, Bills Freund und Wahlkampfmanager; Dick ist mittlerweile eine ganz tragische Figur. Aber das ist, wie Kipling sagt, eine andere Geschichte.
Ich saß mit Dick Morris in Paris an der Bar und er sollte in einer halben Stunde einen Vortrag halten, auf einer meiner Veranstaltungen. Erstens kriegte er ein Honorar, für das man einen Kleinwagen erwerben hätte können. Zweitens trank er (obwohl Nachmittags). Drittens hatte er acht Fragen. Nur acht, aber die schon. Ich meine, das muss man können, eine geschlagene Stunde vor zweihundert Fachleuten reden, und keine Ahnung gehabt zu haben, wo man eigentlich engagiert ist und warum. Dick Morris sprach über „campaigning“. Das ist zu allererst die Fähigkeit eine ARCHITEKTUR der POLITISCHEN KOMMUNIKATION zu entwerfen. Das ist das, was zum Beispiel den GRÜNEN fehlt.

Die achte Frage des genialen Dick: „Hast Du die Macht, Dich bei Deinen eigenen Leuten durchzusetzen?“ Da war er sehr entschieden. Man scheitere immer im eigenen Lager. Wenn nicht an Intrigen, dann an Dummheiten der Mitarbeiter. In den harten Worten des New Yorkers: THE ENEMY IS IN YOUR HQ. Der Feind sitzt im eigenen Hauptquartier. Das war übrigens auch die Grundidee der sogenannten Campas der SPD, raus aus der Parteizentrale, möglichst auf‘s freie Feld, lieber auf einen anderen Stern.